Winter Überlebt, Frühling Übersprungen, Sommer Da!

Nachdem es diesmal sogar nur 2 Monate gedauert hat, hier wieder ein Update.

Wir hatten nochmal ein bisschen Schnee bekommen im April, aber der Winter hat dann zu Ostern endlich aufgehört, auch wenn es noch ab und zu mal kühl war. Mit dem extra Schnee haben wir sogar Detroits Bestmarke mit 2,40m Schnee in einer Saison aufgestellt, die vorherige Bestmarke von vor 130 Jahren lag bei 2,38m. Ausserdem gab es 77 Tage am Stück mit mehr als 1″ (2.5 cm) Schnee. Der Schneereichste Monat brachte 99cm Schnee, fast so viel wie in einem durchschnittlichen Winter. Die meisten Tage mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (79). Die meisten Tage mit Temperaturen unter 0°F (-18°C): 13.

Und auch wenn sich alle im beschwert haben über den Winter (ich fands toll, so viel Schnee), habe ich ihnen von meinen armen Freunden und Verwandten in Deutschland erzählt die nicht einen einzigen Tag voll mit Schnee hatten (höchstens mal Schneefall für ein paar Stunden). Und wie es wohl gewesen wäre der ganze Schnee wäre als Regen runtergekommen, das wäre erst übel geworden.

Aber dann gab der Winter endlich nach und es gab eine ca. zweiwöchentliche Phase in der es nicht mehr Winter war, aber für Frühling war alles zu trist und kein bisschen bunt. Dann begann alles auf einen Schlag grün zu werden, Blumen sprossen aus dem Boden, und wir hatten direkt 20° und mehr.

Dieses lange Wochenende (Memorial Day) hatten wir 25-28°, und haben die Zeit auf dem Rummel verbracht, im Park in Rochester und im Planschbecken zu hause. Und wir haben jeden Tag mindestens 1 Eis gegessen 😉

Ich habe mir vorgenommen wieder öfter zu hier zu schreiben, auch wenn die Einträge dann etwas kürzer sind.

Aber erstmal Berichte ich noch 2 Sachen die ich bisher aus den Verschiedensten Gründen immer aufgeschoben habe.

Einmal die Autoleasing-Geschichte und dann den Urlaub mit meinen Eltern.

Ausserdem wollte ich eine neue Kategorie eröffnen mit den Zeitkillern denen ich Abends immer fröhne und die mich vom Blog-schreiben abhalten: Vol 1, Vol 2, Vol 3 und Vol 4.

Happy Memorial Day,

Steven

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Autoleasing

Beim letzten mal habe ich ja erwähnt, daß wir planten einen Chrysler Town und Country zu leasen, und hier kommt jetzt die Geschichte wie es sich zutrug.

Die Entscheidung war also gefallen, ein weisser Town und Country sollte es sein.

Das Angebot stand bei 3250$ Anzahlung und 286$ monatlich, mit ein paar Dollar mehr für die Extras die ich noch wollte.

Am Freitag erhielt ich einen Anruf, daß die Finanzierung durchgegangen ist und wir das Auto leasen können. Ob sich an der Rate noch irgendwas geändert hatte fragte ich besorgt, weil ich ja kein Top Tier 1 Kreditrating habe. Nö nur ein paar Dollar unterschied. Wow, das klang ja richtig gut!

Wir sind am Samstag Morgen zu Chrysler gefahren, und dort war erstmal die Hölle los. Wie immer am Wochenende, wir warteten also erstmal. Nach ca. einer halben Stunde kam dann die Verkäuferin zu mir und sagte mir, daß nun die Unterlagen beim Finanzheini sind und er ab jetzt übernimmt. Alles klar Danke!

Nachdem Mandy mit den Kindern nicht länger warten konnte (Adrian war mal wieder zum Geburtstag eingeladen, wieder auf einer Bowlingbahn) fuhr sie schon vor, und ich wollte dann mit dem neuen Auto hinterherkommen.

So der Plan zumindest.

Als ich dann nach weiteren 30 Minuten endlich beim Finanzierungstypen drankam, war ich schon gespannt wieviel die paar Dollar sein würden. Wie das bei den Finanzierungstypen so ist, wollen sie einem erstmal noch haufenweise Zusatzversicherungen aufschwatzen, teilweise irrsinnig teuer und sinnlos. Auf dem Zettel stand oben rechts in der Ecke eine Zahl 386$, und ich fragte was diese Zahl denn sei. Ist da schon eine dieser Optionen eingerechnet oder was ist das? Nö das ist ihre Leasingrate.

Da war bin ich fast rückwärts vom Stuhl gefallen. Wie bitte?

Gestern wurde mir gesagt es wären nur ein paar (couple) Dollar! Wenn 100 ein paar sind, dann muss ich wohl noch an meinen Englischkenntnissen arbeiten.

Er rechnete mir dann vor, daß mit meinem Tier 2 Kreditrating, daß ich bekomme 1,6% Zinsen zu zahlen sind. Also überschlug ich mal kurz im Kopf und meinte, daß 1,6% aber wesentlich weniger wären als 100$ bei 285$. Jaaa, Aber! Die Zinsen gelten ja für den Gesamtkredit und wären nunmal eben monatlich. Ich fragte ihn wie die Rate aussähe wenn ich die 500$ LeaseCash noch als Anzahl drauflegen würde. Woraufhin er mir erklärte, daß dies schon in die Anzahlung eingerechnet sei. Wuuups nochmal teurer geworden das Auto 😦

Ich sagte ihm, daß ich das jetzt überhaupt nicht in Ordnung finde, hier mit der Aussage 285$ + ein paar mehr hergelockt werde und dann so überfallen werde. Dann hätte ich mir die Mühe gleich erspart. Ausserdem war meine Frau nicht mehr da, und per Handy liess sie sich natürlich auch nicht erreichen (wäre auch ein Wunder gewesen), und ich nun nicht mal mehr nach Hause kommen könnte ohne Auto.

Also meinte er er würde nochmal mit seinem Chef sprechen was man da machen könnte.

Ich sass nun da in meinem eigenen Saft schwitzend, und überlegend was ich nun tun sollte, und wie ich gegebenenfalls wieder nach Hause käme. Ich sah mich schon nach Hause laufend, ist ja nur 30 Autominuten… Auf die Idee eines Taxis bin ich vor Schreck gar nicht gekommen.

Dann der kam er zurück und sagte mir er könnte seinen Chef nicht finden, aber er könnte mir folgendes Angebot machen: Ich lege noch 250$ drauf und drücke die Rate somit um 19$ und dann, und das Autohaus tut das gleiche. Dann wären wir bei 350$.

Da sagte ich dass ist mir immer noch zu teuer, dann hätte ich ja auch nen Honda nehmen können. Ich sagte ihm auch, daß ich schon mit mehr als 280$ gerechnet hatte irgendwas über 300$ aber nicht 350$ oder gar 380$. Also schlug ich ihm vor die Radzusatzversicherung und Ölwechsel für 26$ mit in die 350$ rein zu nehmen, also effektiv das auto dann für 325$ zu leasen. Radzusatzversicherung klingt zwar blöd aber glaubt mir, die Straßen hier in und rund um Detroit sind soooo schlecht, da ist das gar keine soo schlechte Idee:

https://www.google.com/search?q=michigan+potholes+2014&rlz=1C1CHFX_enUS575US575&es_sm=93&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ei=NdmDU7zKE8HQsQS634GYCQ&ved=0CAkQ_AUoAg&biw=1440&bih=775

 

Er versuchte also wieder seinen Chef zu erreichen, um das absegnen zu lassen und ich weiss nicht mehr ob er ihn fand oder nicht, jedenfalls haben wir das ganze dann unterschriftsreif gemacht, und ich konnte den Wagen dann doch noch mitnehmen.

Ich will lieber nicht nachrechnen wieviel ich jetzt am Ende mehr bezahlt habe, Hauptsache wir haben jetzt ein Familienauto mit genug Platz für 2 Jahre.

Und hier isser:

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Das war die Geschichte mit dem Autoleasing, wieder mal sehr ereignisreich!

Zoom, Zoom, (Ach nee falscher Hersteller)

Euer Steven

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Lebenszeichen 2014

Ist kaum zu glauben, daß wir schon fast April haben.

Die Zeit verfliegt wie im Fluge!

Wir leben noch, und das obwohl wir von Dezember bis März grade mal ein paar Tage über null hatten. Der Schnee schmilzt langsam, auch wenn es heute erst wieder ein paar mm Schnee gab. Aber langsam oder Sicher lässt sich der Frühling nicht mehr die Butter vom Brot nehmen von Väterchen Frost.

Was gibt es denn neues zu Berichten?

Nun, Olivia hatte sich den Arm gebrochen. Sie fiel Abends von der Couch und weinte ziemlich stark. Als ich dann zu Hause war, und sie immer noch Schmerzen zu haben schien, fuhren wir ins Krankenhaus in die Notaufnahme. Dort wurde sie dann das erste mal in der „Triage“ untersucht. Und während sie zu Hause ihren Arm überhaupt nicht anfassen liess hatte sie dort keinen Mux von sich gegeben. Ich dachte schon: „Na so schlimm kanns ja dann nicht sein.“, und kam mir schon ziemlich bescheuert vor. Dann kam der zweite Arzt, und auch hier wieder Arm befühlt und Olivia nix gesagt. Hmmmm.

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Dann gings noch zum Röntgen, und dabei kam dann raus, daß ihre Elle nahe dem Handgelenk gebrochen war. Da hab ich echt gestaunt, und konnte es kaum glauben! Aber Adrian wollte gern die Röntgenbilder sehen, und da sahen wir den (sauberen) Bruch.

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Sie bekam jedenfalls eine einfache Schiene und wir sollten uns doch in den nächsten Tagen einen Termin beim Orthopäden besorgen, der würde dann entscheiden ob wir einen Gips kriegen. Die ganze Prozedur hat ungefähr 2,5h gedauert…

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Also am nächsten Tag beim Orthopäden angerufen, und natürlich gabs den nächsten Termin erst in 5 Tagen.

Zum Glück ging so lange alles gut, und dort beim Orthopäden erstmal wieder das gleiche: warten, Röntgen, warten, und dann endlich Gips. Olivia suchte sich natürlich welche Farbe aus? Richtig, Yellow:

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Den Gips hat sie zu Hause natürlich gleich mal am Tisch ausprobiert! Das war ein Spaß…

Nach 4 Wochen durfte der Gips dann wieder ab, alles gut verheilt! Wie man beim mitlerweile dritten mal Röntgen feststellte.

An sonsten gabs nicht viel zu Berichten.

Das Lease von unserem Dodge läuft in 2 Wochen aus, und so habe ich letzte Woche 3 Abende damit verbracht verschiedene Autohäuser abzuklappern und mir Leasingangebote einzuholen.

Ich möchte gern ein Auto mit 3 Sitzreihen haben, damit wir auch mal jemanden mitnehmen können (z.B. Besuch aus Deutschland). Das hat die Sache gut eingeschränkt, an sonsten hat man ja quasi unendliche Auswahl.

Zu aller erst war ich beim Mazda Händler, da unser Favorit ja eigentlich unser altes Auto der Mazda 5 war.

Doch da hat uns der amerikanische Markt einen Strich durch die Rechnung gemacht:

Unser Mazda 5 in Deutschland hatte bei reiner Lindau-Stadtfahrt einen Verbauch von 8.5l/100km, das sind knapp 27mpg (miles per gallon), hier in den USA verbraucht der wegen des größeren Motors (und kein Diesel) 21mpg was satte 11.2l/100km sind. Dann hat der auch keine 7 Sitze sondern nur 6, der Mittelsitz fehlt. Aber das dümmste ist, daß die für einen 2-Jahreslease mit 2.500$ Anzahlung fast 420$ Leasingrate haben wollen. Und das obwohl das Auto gradmal 23000$ kostet. Und das trotz Ford-Zuliefererrabatt.

Also bin ich als nächstes zum Nissanhändler. Dort gibt es den Nissan Rogue mit 3 Sitzen, allerdings ist mir schleierhaft wie sie da 3 Sitzreihen reinkriegen. Ausserdem gibt es von Nissan einen Van, den Quest. Der Rogue sollte uns um die 330$ bei vergleichbarer Anzahlung kosten. Der Quest dagegen sollte 50$ mehr kosten, und hätte dann nicht mal Alufelgen gehabt. Dann war es leider schon 6Uhr, und alle haben dichtgemacht. 2h für 2 Angebote, toll.

Am nächsten Tag war ich dann beim Toyota-Händler. Dort gibt es den Toyota Sienna (Van). Dieser sollte mit 3000$ Anzahlung 370$ kosten, hatte aber eine Rückfahrkamera und elektrische Schiebetüren. Ausserdem sind alle Ölwechsel inklusive. Aber den gabs nur mit hellen Interior. Bäh, das sieht aus wie in meinem Cubicle! Und natürlich hat Toyota keine Firmenrabatte für Conti.

Also als nächstes zum Chrysler (oder jetzt Fiat). Dort gibt es den Chrysler Town & Country (Van), den Dodge Journey (den wir jetzt fahren) und den Dodge Durango. Das allererste Angebot war auch gleich ziemlich gut: Bei 2000$ Anzahlung, 330 für den Chysler, und den Journey, und 380 für den Durango. Ausserdem kommen die beiden erstgenannten gleich mit guter Ausstattung daher, und vor allem dunklem Interior! Schon wieder 6 Uhr, wieder alles zu.

Am nächsten Tag hatten dann die Händler bis 9 auf, also nun muss es doch klappen!

Als erstes zum Hyundai-Händler, leider machen die keine 2-Jahresleases 😦 Und keiner gibt mir mit meinem Vertrag / Visa das nur noch weniger als 3 Jahre läuft ein längeres Lease. Also als nächstes zu Subaru, die haben zwar theoretisch einen Tribeca mit 3 Reihen, aber der verkauft sich so schlecht, daß sie keinen da haben und auch keinen mehr kriegen. Na das geht ja zumindest schneller als die vergangenen 2 Tage.

Also ab zu Honda, dort gibt es ja den Pilot und den Odyssey (Van). Für den Pilot gibt es aber kein Leaseprogramm, bleibt noch der Odyssey. Den könnte man mit 3000$ Anzahlung für ca. 350 leasen. Den gibts aber auch nur mit hellem interior in der Basisvariante. Ausserdem brachte er dann zur Sprache dass es ein Problem mit meiner Kredithistorie bzw. meinem Visa geben könnte. Ich müsste zwar mitlerweile eine haben, allerdings nur sehr begrenzten Kredit, da ich ja nur ne Kreditkarte mit ganz kleinem Limit bisher habe 😦 Und das könnte im extemfall bis zu 150$ mehr pro Monat bedeuten!

Also nochmal zu Toyota und Chrysler (meinen bisherigen Favoriten) gegangen und nachgefragt wie das denn sei, und dann habe ich nochmal eine ganze Liste an Unterlagen die sie benötigen bekommen.

Zum Abschluss bin ich noch zu Ford gegangen. Dort gibt es den Flex und den Explorer. Der Flex ist so groß wie ein Van hat aber keine Schiebetüren… Ford will aber für Visa-Leute 20% vom Fahrzeugwert als Anzahlung haben, also 7000$ bzw 7500$!!! Dafür ist die Leasingrate dann aber auch nur 180$ bzw 130$. Gaaanz toll.

Nachdem ich nun die ganzen Zahlen gesammelt habe, sind wir dann am Freitag die Fords probegefahren. Aber gefallen haben die uns nicht. Die haben ein dunkles Interior, allerdings ist auch der Himmel und die A-Säule schwarz. Und das macht das Auto innen sowas von dunkel und bedrückend, das hat keinen Spaß gemacht. Der Flex insgesamt übersichtlicher weil die Frontscheibe höher ist und nicht in so einem flachen Winkel. Aber das war kein Auto dass wir gerne fahren wollen würden.

Am Samstag hatte Adrian dann eine Geburtstagseinladung, zufällig in der Nähe der anderen Autohäuser, und so haben wir ihn dort abgeladen und sind dann zu den Autohändlern gefahren.

Zuerst zu Toyota. Der Händler hat uns erstmal in die Limited Edition reingesetzt zum Probefahren. Ist ja der gleiche Motor 😉 Verkäufer halt. Der fuhr sich ganz gut für die Größe, ausserdem hat er auch eine Rückfahrkamera. Allerdings ist der Bildschirm dafür in der Basisaustattung nur halb so groß wie der von meinem iPhone, während in der Limited natürlich ein iPad-großes Touchscreenradio verbaut ist. Leider kann man in dem Fahrzeug die zweite Sitzreihe nicht ebenerdig versenken wie zum Beispiel im Mazda 5. Ausserdem die grauen/beigen Sitze, *würg*. Wir haben uns auch in die Basisversion hineingesetzt um zu sehen was uns da erwartet. Die nächsthöhere Variante kostet auch schonmal 50$ mehr im Monat. Dieser Van ist aber der einzige der mit Allrad erhältlich wäre (Optional), was bei den Wintern hier schon ein Vorteil ist.

Dann gings zum Chrysler Händler, und wir haben uns ausgiebig den Town&Country in der mittleren Ausstattungsvariante angesehen im „Showroom“, der hat sogar BSD und RCTA aber nicht unser Conti-Radar 😦 Den sind wir dann auch in der Basisvariante probegefahren und haben damit gleich Adrian von der Geburtstagsfeier abgeholt. Der hat nicht schlecht geschaut 😉 Mandy meinte der T&C beschleunigt langsamer als der Toyota, was ihr nicht gefiel, aber dafür hat er schwarze Sitze und helles Dach im Innenraum. Und er hat jede Menge Extras auch schon in der Basisvariante. Ausserdem verschwinden die 2. und 3. Sitzreihe komplett im Fahrzeugboden, sogar unabhängig voneinander. Das Ding ist ein echtes Raumwunder (ist aber auch der Größte von allen Fahrzeugen).

Zu guter Letzt sind wir noch zu Nissan und haben den Quest probegefahren mit seinen Stahlfelgen samt Radkappen. Die Iso-Fix-Befestigungen waren so schlecht erreichbar, ich habe geschlagene 5 Minuten gebraucht um die Sitze einzubauen, dicker Minuspunkt! Auch die Rücksitze liessen sich nicht ebenerdig versenken. Beim Anfahren teilte mir Mandy dann mit, daß dieser Wagen am besten beschleunigt.

Racingbraut, he? Ich entdecke immer neue Seiten an meiner Frau 😀 Das war aber auch das einzig Positive am Quest.

Somit blieb am Ende die Qual der Wahl: Toyota Sienna, Chrysler Town & Country, oder Dodge Journey.

Nach einem Wochenende mit vielen Plus- und Minus-Listen, gab es dann den Auschlag für den Town & Country.

Also habe ich gestern den Leasingantrag ausgefüllt, alle meine Unterlagen zusammengesucht, und mir einen weissen T&C in der mittleren Ausstattungsvariante ausgesucht mit Extra beheizten Sitzen (was komischerweise keiner der Vans als Standard hat in den unteren Varianten).

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Bin ja mal gespannt ob sie uns diesmal annehmen, nicht wie beim letzten mal, und wieviel das Auto dann wirklich kostet. Das jetzige Angebot steht bei 3250$ Anzahlung und 286$ monatlich.

So viel dazu, ich hoffe mein nächste Update kommt nicht erst wieder in 3 Monaten 😉 Die letzten Monate waren einfach ein bisschen verrückt. Wir hatten in den vergangenen 2 Wochen eine große Technologieshow in der wir unseren zukünftigen Produkte vorgestellt haben auf einer Teststrecke und dazu je einen Automobilhersteller einen ganzen Tag lang bis zu 18 Produkte vorstellen. Und ich durfte dort mein Projekt vorstellen (in der ersten Woche Persönlich, die zweite übernahm dann ein Kollge). Das ganze fand oben in der Upper Peninsula statt, also auf der Halbinsel zwischen dem Lake Huron und Lake Superior nahe der Kanadischen Grenze statt. Da war es nochmal 10° kälter als im ohnehin schon kalten Süden Michigans.

Brimley

Ab hier folgt Technikkauderwelsch, wens nicht interessiert einfach nach unten scrollen 😉

Dummerweise basiert dieses neue Feature auf einem neuen Sensor, und die erste lauffähige Version davon haben wir erst zum Nikolaus bekommen, und dann konnte ich anfangen die ersten Daten aufzuzeichnen, meine Algorithmen aus Matlab in C Code portieren und das ganze zumindest auf dem PC nachsimulieren. Da ich keine SW für den Sensor hatte die mein neues Feature unterstützt war mein Worst-Case-Plan das ganze einfach per Online-Simulation im Auto zu zeigen. Und meine Hoffnung war, daß ich das bis zur Demo auch schon embedded auf dem Sensor zeigen kann ohne Onlinesimulation.

Für mein Feature muss ich Daten zwischen 2 Sensoren hin- und herschicken, und das machen wir über CAN. Jedoch hatte das Basisbetriebssystem nur eine sehr rudimentäre CAN Implementierung, ich fand zwar eine Botschaft die ich missbrauchen konnte, allerdings wurde diese nicht versendet. Nachdem ich das Versenden der Botschaft hingekriegt hatte musste ich die Botschaft noch mit meinen Daten befüllen. Auch das funktionierte irgendwann, und ich sah meine Botschaft auf dem CAN-Bus. Dummerweise interessierte das den anderen Sensor nicht, das Empfangen der Botschaft war nämlich auch nicht Inhalt des Basisbetriebsystems. Boah. Glück im Unglück: Das Betriebsystem in meinem Kundenprojekt war gerade kurz davor lauffähig zu werden und so habe ich den ganzen Betriebssystems-Software (SW) Prozess ein wenig beschleunigt, im Gegenzug für frühzeitige Integrationstest der SW im Fahrzeug, Win-Win. Dort im Kundenprojekt hatte man sich nämlich schon um das senden und empfangen ein von ein paar mehr Botschaften gekümmert, und war somit theoretisch zumindest, besser für mich geeignet. Natürlich musste ich jetzt meinen Code wieder portieren, und auch das befüllen der Botschaften musste ich wieder neu einbauen, weil alles etwas anders funktioniert in der Basis als im Kundenprojekt. Irgendwann hatte ich dann aber tatsächlich was lauffähiges und konnte tatsächlich 2 Wochen vor der Technologieshow meine Botschaften übertragen und empfangen. YEAH! Dann mussten natürlich noch die ganzen Bugs beseitigt werden und die eigentliche Funktion weitergeschrieben werden. Und so durfte ich und unsere neue Mitarbeiterin erstmal ein paar Stunden Daten labeln, damit ich vernünftig entwickeln konnte und überhaupt was zum Testen hatte. Meine Kinder hatte ich die letzten 2 Wochen vor der TechShow eigentlich nur morgens und am Wochenende zu Gesicht bekommen.

Und natürlich gab es 2 Arbeitstage vor Abfahrt noch einen richtigen Supergau, daß wir genau mit dem Setup, daß wir vorstellen wollten komplett unerwartete Ergebnisse erzielten. Also hatte ich schnell noch eine zweite Logik eingebaut, die ich bisher nur ansatzweise untersucht hatte, und die schien auch auf Anhieb gut zu funktionieren. Bis ein paar Tests zeigten, dass es eine Kopplung mit den Umgebungsbedingungen (Straßenverhältnisse) gibt die so von mir befürchtet aber bisher nicht entdeckt worden war. Also mussten wir last-minute das Setup ändern, aber diese Änderung hat dann erwartungsgemäß funktioniert. Samstag fuhr ich dann mit 3 Kollegen schonmal auf die Teststrecke um vor Ort nochmal zu testen damit wir keine bösen Überraschungen erleben würden, oder falls doch, zumindest noch Zeit zum reagieren hatten.

Und wie das nunmal so ist, fanden wir natürlich dort am Sonntag wieder unerwartete Nebenwirkungen der Verhältnisse auf dem (Winter-) Testgelände. Also wieder Lastminute-Funktions-Änderungen.

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Ab Montag als die erste interne Demonstration vor Continental-Leuten war klappte dann alles ziemlich gut, und auf bei den Kundendemonstrationen gab es durchweg gutes Feedback! Zwischendurch gab es natürlich mehrere nahezu Herzstillstände weil Testequipment 5 Minuten vor der Demo plötzlich den Geist aufgab, aber zum Glück waren wir auf (fast) alles vorbereitet und konnten nahezu Reibungslos alles vorstellen. Zwischenzeitlich hatten ein Kollege und ich noch eine Nachtschicht eingeschoben für ein paar Verbesserungsideen und dazugehörige Tests, die wir dann leider nicht zeigen durften 😦

Naja was solls, die Demo ist vorbei, wurde von allen Teilnehmern für sehr gut befunden, und jetzt habe ich wieder (zumindest theoretisch) mehr Zeit für die Familie und konnte letzte Woche sogar Adrian mit von der Schule abholen.

 

/TechnikBlaBla_OFF

 

Also jetzt verabschiede ich mich aber,

mit sommerzeitlichen Grüßen,

Euer Steven

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Frostbowl äh Superbowl 48

Heute ist Superbowl! In New York, dort sind derzeit ca. 0° es wird also ein ziemlich kalter Superbowl.

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Mein Erster den ich sehen werde! In Deutschland kommt das ja immer zu einer unchristlichen Zeit (0:30 am Montag Morgen).

Wie es sich für den Superbowl gehört wird es bei uns Chicken Wings geben! Letztes Jahr zum Superbowl wurden angeblich 1 1/4 Milliarden Chicken Wings in den USA vertilgt. Mal sehen ob wir diese Statistik noch verbessern können 😉

Es spielen die Denver Broncos gegen die Seattle Seahawks. Ich bin für die Broncos. Die haben einen echt guten Quarterback, Peyton Manning, und spielen schönen Football. Ausserdem spielt für die Seahawks der Idiot Richard Sherman.

Mein Kollege James meint allerdings, daß bei diesen eisigen Temperaturen die Seahawks eine Chance haben weil Peyton den Ball vielleicht nicht so gut werfen kann wenn sein Arm kalt ist. Er ist halt nicht mehr der Jüngste!

Peyton Manning hat den Superbowl bereits 1 mal gewonnen und einmal verloren. Sein jüngerer Bruder Eli Manning hat den Superbowl dagegen schon 2 mal gewonnen. Allerdings musste sich Peyton schon diverser schwerer Operationen unterziehen lassen, die letzte eine Hals/Nacken Operation in 2011. Das er mit 37 Jahren und diesen schweren Operationen noch einmal in den Superbowl einzog ist schon einzigartig!

Vor 2 Spielen hat er es auf witzige Art und weise geschafft das gegnerische Team 5 mal ins Abseits zu stellen. Der Quarterback gibt ja die Anweisung wann der Ball zu spielen ist, der Snap. Dazu rufen sie meistens irgendwelche Zahlen oder Wörter und dann „Hut“. Auf „Hut“ wird dann meist der Ball an den Quarterback gegeben. Peyton Manning ruft meistens vor oder anstatt dem „Hut“ „Omaha“. In dem Spiel hat 43 mal Omaha gerufen, und das gegnerische Team so konditioniert, daß sie 5 mal ins Abseits liefen, also das andere Team die „Line of Scrimmage“ also die Linie auf der der Ball liegt vor dem Snap zu übertreten.

Ausserdem gibt es in „Omaha“ ein paar Firmen die Manning mittlerweile 500$ für seine Wohltätigkeitsstiftung bezahlen für jedes mal das er „Omaha“ ruft! Für den Superbowl haben sie es sogar auf 1500$ erhöht!

Warten wir mal ab wie oft er es heute ruft.

Also „Go Broncos“!

Euer Steven

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+++ FAMILIE KANZLER HAT ÜBERLEBT +++

So, der Wintersturm ist vorbei, jetzt kommt nur noch die Kaltfront du uns heute Nacht bis zu -24°C bescheren soll.

Bis jetzt hatten wir keinen Stromausfall, alles ist ruhig. Schnee haben wir bekommen, 32cm liegen im Moment bei uns im Garten. Alleine letzte Nacht hat es 15cm geschneit.

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Nachdem gestern die Schulen alle ihre Schließung am Montag bekanntgegeben haben, habe ich dann auch Freigenommen. Die anderen sind eh bestimmt auch nicht im Büro, warum soll ich da alleine gehen? Machen wir lieber noch einen schönen Familientag.

Jedenfalls haben wir gestern ziemlich viel Zeit draussen im tollen Schnee verbracht, es waren nämlich nur -2°C.

Dabei haben Adrian und Ich uns dann am Iglubau versucht. Ist leider nur ein Kühlturm geworden 😉

Der Experte erkennt schon am ersten Bild was wir falsch gemacht haben:

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Dann Stufe 2:

 

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Und Stufe 3:

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Und da war leider Endstation, denn da wir keinen Kreis gemacht haben, sondern eine Hufeisenform, hielt das Dach leider nicht.

Aber was solls, hat trotzdem Spaß gemacht.

Und so sah er dann heute morgen aus:

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Heute morgen werden wir dann mal versuchen ins Einkaufszentrum zu fahren, das wird ein Spaß, mit Allrad durch den Schnee Juhuuuu!!!

Verschneite Grüße aus Michigan,

euer Steven

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+++ BREAKING NEWS +++ SEVERE WEATHER WARNING +++

 P1010627Nachdem es in den vergangen Tagen die Ostküste erwischt hat, sind wir heute Nacht und morgen dran. Die Polarfront bringt uns bis zu -20°C und bis zu 30cm Schnee.

So zumindest die Vorraussagen.

Und was soll ich sagen, als wir heute unseren Planmäßigen einkauf bei Meijer über die Bühne bringen wollten, war es so voll, daß es keine Einkaufswagen mehr gab! An beiden Eingängen weder innen noch aussen, und selbst an den ganzen Abstellstationen auf dem Parkplatz waren keine zu finden. Nach einer viertel Stunde habe ich dann endlich einen ergattern können.

Verrückt!

Und wegen 30cm Schnee (die wir letzten Winter in Lindau auch hatten) und -20°C machen die hier einen auf Apokalypse.

Aber ich schätze in einem Land in dem Überraschungseier verboten sind, und selbst auf der Verpackung vom Lötkolben steht: „Nicht für Kinder unter 3 Jahren, verschluckbare Kleinteile“, muss man es den Leuten so begreiflich machen…

Wir sind ja mal gespannt. Solange der Strom an bleibt sollte alles ok sein. Allerdings ist das immer ein Glücksspiel, angesichts solcher Stromleitungen:

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Selbst wenn das nur die Glasfaserleitungen sein sollten, die hängen alle am gleichen Mast, hier kümmert sich einfach keiner drum, daß die Stromleitungen frei sind.

Wo in Deutschland die Hubschrauber mit Sensen Schneisen in den Wald schlagen, gehen hier die Stromleitungen durch Baumkronen durch…

 

Also warten wir mal ab, was uns die nächsten 2 Tage erwarten wird.

 

Mit Polar-kalten Grüßen,

Euer Steven

 

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Weihnachten

Gerade eben war noch Thanksgiving, jetzt ist schon Weihnachten. Die Zeit verfliegt…

Zum ersten mal Weihnachten nicht bei unseren Familien in Halle.

Zum ersten mal Weihnachten ganz allein im kleinen Familienkreis.

Ganz anders als sonst.

Aber fangen wir mal beim ersten Advent an!

Die ersten Weihnachtsplätzchen hatten wir ja schon vor dem ersten Advent gebacken:

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Ausserdem hatten wir unseren ersten Schnee einen Tag vorher bekommen. Nachdem wir alles in der Einfahrt zusammengekratzt hatten kam sogar ein (kleiner) Schneemann bei rum:

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Am ersten Advent habe ich dann unsere Weihnachtsbeleuchtung am Haus angebracht. Dafür habe ich mir extra vom Nachbarn Dave eine große Leiter besorgt.

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Kurz darauf kam der Nikolaus, er hat uns Aussiedler sogar hier in Amerika gefunden. Zu den amerikanischen Kindern kommt nämlich kein Nikolaus am 6. Dezember.

Am zweiten Advent haben wir dann unseren Weihnachtsbaum geschlagen. Dazu sind wir extra auf eine Weihnachtsbaumfarm „Candy Cane“ – „Zuckerstange“ gefahren, ca. 30 Minuten. Vorbei ist die Zeit wo wir unseren Weihnachtsbaum mit dem Schlitten zu Fuss abgeholt haben 😉

Wir sind also zur Candy Cane Farm gefahren, und dort war schon ganz schön Betrieb! Zunächst die Frage am Eingang: „Waren Sie schon einmal bei uns?“, „Nö“.

„Ok so funktioniert es, wir haben hier 4 verschiedene Baumarten, die die man mitnehmen kann haben ein Preisschild, und die mit einem roten Band sind Bäume die dringend ein „zu Hause“ suchen, die kosten unter 50$. Hier ist eine Säge, da vorne gibt es Handwagen, und die Herren da drüben helfen gern bei Fragen, und beim Einpacken. Viel Spaß!“

Also haben wir uns erstmal überlegt welchen der 4 Baumarten wir wollten, es sollte einer sein, mit starken nicht zu langen und nicht zu kurzen Nadeln sein. Am besten gefiel uns die Koreanische Tanne. Ausserdem sollte er buschig genug sein für unseren Baumschmuck, und ungefähr 1.80m bis 2m hoch sein.

Und so zogen wir los, bewaffnet mit der Handsäge. Es war schon ganz schön frisch, so um die 5 Grad und es wurde auch langsam dunkel. Doch wir gingen beharrlich durch die Reihen und schauten uns die Bäume an. Und die mit den roten Bändern waren schon ein bisschen gelblich und mussten deshalb dringend weg. So einen wollten wir aber nicht.

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Einige Bäume markierten wir auf unterschiedliche Arten: Bei einem steckte ich ein großes Blatt oben in die Krone, bei einem anderen einige große verdorrte Grashalme. Und nach ca. 4 markierten Bäumen standen wir vor dem der es dann auch sein sollte.

Adrian und ich setzten zusammen die Säge an, Mandy holte einen Handwagen und Olivia stand schmiere. Zunächst mussten wir ein paar von den untersten Ästen absägen, damit wir überhaupt an den Stamm herankamen, und weil wir kaum etwas sehen konnten unter dem dunklen Geäst schaltete Adrian seine „Nachtaugen“ an wie er sagte. Er hat nämlich Nachtaugen und Fernaugen! So hat er uns das erklärt, voll witzig unser Kleiner!

Mit ein paar kräftigen Zügen war der Baum auch schnell gefällt, und wir trugen ihn zusammen mit dem Geäst, dass Mandy noch zum Kranz basteln haben wollte, auf den Weg. Dort kam uns auch schon Mandy entgegen.

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Wir brachten den Baum nach vorn zur Packstation, und dort wurde er nochmal gerade abgesägt, ein paar der unteren Äste gekappt, auf einer Rüttelstation von Nadeln und Ungeziefer befreit und schliesslich zusammen mit den Ästen verpackt. Allerdings nicht in ein Netz wie in Deutschland, sondern mit einem Strick von oben bis unten umwickelt.

In der Zwischenzeit gingen wir in die Hütte wo wir unseren Baum bezahlten und heißen Kakao schlürften. Ausserdem saß dort der Weihnachtsmann im Schaukelstuhl! Hat unsere Kinder aber nicht besonders interessiert, oder zumindest hatte keiner das Bedürfnis ihn sich näher anzuschauen 😉

Anschliessend fuhren wir den Baum mit dem Handwagen vor zu unseren Auto und versuchten ihn in den Kofferraum von unserem SUV zu bekommen, ohne die Rücksitze umzuklappen, denn Adrian und Olivia mussten ja auch irgendwo sitzen.

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Es war gar nicht so einfach, aber irgendwann schafften wir es den Baum so weit über die Bank zu schieben um den Kofferraum zuzukriegen.

Zu Haus angekommen gab es jetzt nur doch das Problem des fehlenden Christbaumständers zu lösen. Unseren schönen Keramikständer konnten wir ja leider nicht mit umziehen. Und so kam der Baum erstmal in einen Wassereimer in die Garage, und ich versuchte am Nächsten Tag einen Christbaumständer zu kaufen.

Laut Internet gab es noch 3 von der stabilen Sorte aus Stahl im Home-Depot in Rochester Hills. Also nach der Arbeit dorthin gefahren, aber gefunden habe ich keinen. Darum bin ich zur Information gegangen und habe mir den vermeintlichen Ort zeigen lassen, doch am Ende standen wir beide genau da wo ich auch schon geschaut habe. Der freundliche Mitarbeiter hat daraufhin im nächsten Home-Depot angerufen, die laut Internet ebenfalls noch solche Ständer haben sollten. Doch auch hier Fehlanzeige. Also beim nächsten angerufen, und die hatten tatsächlich noch welche. Und so bin ich nochmal 30 Minuten weitergefahren um noch einen Christbaumständer zu bekommen. Wenigstens diesmal mit Erfolg!

Am nächsten Tag haben wir dann den Weihnachtsbaum aufgestellt:

IMG_1283Und pünktlich zum dritten Advent wurde er auch geschmückt:

IMG_1288Leider gab es ein Problem mit der Lichterkette. Da es bei den Amis keine Lichterketten mit Klammern gibt, sondern die die einfach um den Baum herumwickeln und die Kerzen meist irgendwie rumhängen lassen (wie lieblos), hatten wir natürlich auch keine richtige „Kerzenlichterkette“. Die gekaufte Lichterkette war auch viel zu kurz und die Lichter alle nur eine Handbreit auseinander, so dass das wirklich nicht besonders schön aussah. Naja, da haben wir die Lichterkette nur unten am Baum angebracht um den Baum von unten zu beleuchten.

Vorher, am Abend vor dem 3. Advent ist Adrians erster Zahn rausgefallen! Der untere Schneidezahn hatte schon seit Tagen stark gewackelt (mit Adrians Hilfe). Und dann abends im Bett war es dann so weit, und der Zahn war draussen. Wir hatten Adrian von der Zahnfee erzählt, und dass diese kommen würde und den Zahn unter seinem Kopfkissen gegen einen Dollar tauschen würde, und er wollte jetzt wachbleiben und auf sie warten. Aber wir erklärten ihm, dass sie nur käme wenn die Kinder schlafen. Und so war es dann auch!

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Unser Großer!!!

Wir hatten fast den ganzen Dezember Minusgrade und am dritten Advent schneite es auch wieder kräftig, und wir konnten schön rodeln fahren.

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Wir sind extra in den Borden-Park gefahren. Dort gibt es 3 Rodelbahnen, die sind ganz schön hoch, ich würde schätzen 10 Höhenmeter, und die 3 Bahnen haben alle unterschiedliche Eigenschaften. Die erste hat einige kleinere Huckel, und ist am schnellsten. Die zweite Bahn hat nur einen Huckel, aber dafür hüpft man ordentlich, und die dritte hat keine Huckel, und ist am einfachsten.

Dort haben wir dann auch angefangen, Adrian alleine, und ich oder Mandy mit Olivia. Aber die kleine Hexe hatte nicht wirklich Spaß dabei sondern war fast die ganze Zeit am rumzetern. Irgendwann ist Mandy dann mit ihr zurück ins Auto gegangen und nur Adrian und ich sind noch die Bahnen runtergedüst. Einmal wurde Adrian von ein paar Kindern voll umgesenst, richtig die Beine weggepfeffert. Na denen hab ich aber was erzählt! Adrian gings aber gut, der ist hart im Nehmen (im Geben auch 😉 ), und wir konnten weiter rodeln.

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Bis es dann irgendwann dunkel wurde und wir wieder nach Hause gefahren sind.

Zwischendurch wurden wieder Weihnachtsplätzchen gebacken, denn die halten sich bei uns nicht lange.

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Und dann war endlich Weihnachten! Weiße Weihnachten!

IMG_1351Unglaublich, wir hatten seit Jahren keine weiße Weihnacht, aber hier war es so kalt die ganze Zeit, nur mal 1 oder 2 Tage mit Plusgraden, so dass der Schnee von vor 2 Wochen noch größtenteils da war, und es zwischendurch auch immer wieder mal nachgeschneit hatte. Wunderschön!

Unsere Kinder und wir Erwachsenen waren am Heiligabend gerade dabei uns hübsch zu machen für den Weihnachtsmann (wir hatten extra den Kamin für ihn aufgemacht) als wir unten ein Glöckchen klingeln hörten. Aber als wir die Treppe runtergewetzt waren, war er schon verschwunden. Zumindest hat er die Geschenke dagelassen 😀

Adrian bekam eine neue Eisenbahn von Märklin, die mit seinen bisherigen Schienen kompatibel ist, ausserdem ein Spiel „Hedbanz„, eine DVD vom Sandmännchen mit Pitti-Platsch Geschichten, eine Thomas-Lokomotiven Stickeralbum und ein Märchenbuch. Olivia bekam eine Puppenwiege, Puppensachen, einen Staubsauger (mit Saugfunktion) auch ein Stickeralbum.

Die Eisenbahn war natürlich schnell aufgebaut, und wurde gleich fleissig bespielt, genauso wie der Staubsauger. Sehr zum missgefallen ihrer Eltern zerstörten die beiden Racker die Styroporverpackung der Lok und saugten die kleinen Kügelchen weg. Olivias kleine Püppi wurde mit Puppensachen endlich angekleidet, die Ärmste war bisher immer ganz nackig.

Natürlich wurde noch die DVD angeschaut, Papa hat nämlich vom Weihnachtsmann einen DVD-Player ohne Regionalcode geschenkt bekommen. Ausserdem einen gusseisernen Wok und ein Star Trek Next Generation Buch. Und die Mama hat eine Nähmaschine bekommen.

Doch auch an diesem Abend mussten die Kinder irgendwann ins Bett.

Am nächsten Morgen war dann die Überraschung groß, der Weihnachtsmann war nämlich nochmal da, wahrscheinlich weil er eh gerade in der Nachbarschaft unterwegs war. Jedenfalls hatte er den Kindern eine Küche mit Küchenutensilien gebracht, Olivia bekam noch ein Teeservice und eine große Baby-Born Puppe (der die neuen Sachen auch viel besser passten), und Adrian bekam noch eine Carrerabahn!

Die wurde natürlich auch gleich aufgebaut.

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Mandy und ich machten uns in der zwischenzeit daran die Weihnachtsente zuzubereiten. Das Ergebnis seht ihr hier:

IMG_1356Und ich kann euch sagen, die war superlecker!!!

Nur mein Grünkohl ist mir diesmal misslungen, ziemlich versalzen. Und die Klöse sind auch beim zweiten Anlauf nicht besser geworden 😉 Was solls, es hat trotzdem geschmeckt! Und das alles zur weißen Weihnacht! Ach ja, wir haben natürlich auch 3 Haselnüsse für Aschenbrödel angeschaut wie sich das gehört!

Leider konnten wir dieses Jahr nicht mit unseren Familien oder Freunden Weihnachten feiern, stattdessen war nur Skype möglich. Mal sehen was nächstes Jahr wird!

Jetzt freuen wir uns auf Sylvester,  und genießen unseren SCHNEE!

Weihnachtliche Grüße aus Michigan,

Steven, Mandy, Adrian, Olivia und Moppi

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