Lebenszeichen 2014

Ist kaum zu glauben, daß wir schon fast April haben.

Die Zeit verfliegt wie im Fluge!

Wir leben noch, und das obwohl wir von Dezember bis März grade mal ein paar Tage über null hatten. Der Schnee schmilzt langsam, auch wenn es heute erst wieder ein paar mm Schnee gab. Aber langsam oder Sicher lässt sich der Frühling nicht mehr die Butter vom Brot nehmen von Väterchen Frost.

Was gibt es denn neues zu Berichten?

Nun, Olivia hatte sich den Arm gebrochen. Sie fiel Abends von der Couch und weinte ziemlich stark. Als ich dann zu Hause war, und sie immer noch Schmerzen zu haben schien, fuhren wir ins Krankenhaus in die Notaufnahme. Dort wurde sie dann das erste mal in der „Triage“ untersucht. Und während sie zu Hause ihren Arm überhaupt nicht anfassen liess hatte sie dort keinen Mux von sich gegeben. Ich dachte schon: „Na so schlimm kanns ja dann nicht sein.“, und kam mir schon ziemlich bescheuert vor. Dann kam der zweite Arzt, und auch hier wieder Arm befühlt und Olivia nix gesagt. Hmmmm.

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Dann gings noch zum Röntgen, und dabei kam dann raus, daß ihre Elle nahe dem Handgelenk gebrochen war. Da hab ich echt gestaunt, und konnte es kaum glauben! Aber Adrian wollte gern die Röntgenbilder sehen, und da sahen wir den (sauberen) Bruch.

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Sie bekam jedenfalls eine einfache Schiene und wir sollten uns doch in den nächsten Tagen einen Termin beim Orthopäden besorgen, der würde dann entscheiden ob wir einen Gips kriegen. Die ganze Prozedur hat ungefähr 2,5h gedauert…

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Also am nächsten Tag beim Orthopäden angerufen, und natürlich gabs den nächsten Termin erst in 5 Tagen.

Zum Glück ging so lange alles gut, und dort beim Orthopäden erstmal wieder das gleiche: warten, Röntgen, warten, und dann endlich Gips. Olivia suchte sich natürlich welche Farbe aus? Richtig, Yellow:

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Den Gips hat sie zu Hause natürlich gleich mal am Tisch ausprobiert! Das war ein Spaß…

Nach 4 Wochen durfte der Gips dann wieder ab, alles gut verheilt! Wie man beim mitlerweile dritten mal Röntgen feststellte.

An sonsten gabs nicht viel zu Berichten.

Das Lease von unserem Dodge läuft in 2 Wochen aus, und so habe ich letzte Woche 3 Abende damit verbracht verschiedene Autohäuser abzuklappern und mir Leasingangebote einzuholen.

Ich möchte gern ein Auto mit 3 Sitzreihen haben, damit wir auch mal jemanden mitnehmen können (z.B. Besuch aus Deutschland). Das hat die Sache gut eingeschränkt, an sonsten hat man ja quasi unendliche Auswahl.

Zu aller erst war ich beim Mazda Händler, da unser Favorit ja eigentlich unser altes Auto der Mazda 5 war.

Doch da hat uns der amerikanische Markt einen Strich durch die Rechnung gemacht:

Unser Mazda 5 in Deutschland hatte bei reiner Lindau-Stadtfahrt einen Verbauch von 8.5l/100km, das sind knapp 27mpg (miles per gallon), hier in den USA verbraucht der wegen des größeren Motors (und kein Diesel) 21mpg was satte 11.2l/100km sind. Dann hat der auch keine 7 Sitze sondern nur 6, der Mittelsitz fehlt. Aber das dümmste ist, daß die für einen 2-Jahreslease mit 2.500$ Anzahlung fast 420$ Leasingrate haben wollen. Und das obwohl das Auto gradmal 23000$ kostet. Und das trotz Ford-Zuliefererrabatt.

Also bin ich als nächstes zum Nissanhändler. Dort gibt es den Nissan Rogue mit 3 Sitzen, allerdings ist mir schleierhaft wie sie da 3 Sitzreihen reinkriegen. Ausserdem gibt es von Nissan einen Van, den Quest. Der Rogue sollte uns um die 330$ bei vergleichbarer Anzahlung kosten. Der Quest dagegen sollte 50$ mehr kosten, und hätte dann nicht mal Alufelgen gehabt. Dann war es leider schon 6Uhr, und alle haben dichtgemacht. 2h für 2 Angebote, toll.

Am nächsten Tag war ich dann beim Toyota-Händler. Dort gibt es den Toyota Sienna (Van). Dieser sollte mit 3000$ Anzahlung 370$ kosten, hatte aber eine Rückfahrkamera und elektrische Schiebetüren. Ausserdem sind alle Ölwechsel inklusive. Aber den gabs nur mit hellen Interior. Bäh, das sieht aus wie in meinem Cubicle! Und natürlich hat Toyota keine Firmenrabatte für Conti.

Also als nächstes zum Chrysler (oder jetzt Fiat). Dort gibt es den Chrysler Town & Country (Van), den Dodge Journey (den wir jetzt fahren) und den Dodge Durango. Das allererste Angebot war auch gleich ziemlich gut: Bei 2000$ Anzahlung, 330 für den Chysler, und den Journey, und 380 für den Durango. Ausserdem kommen die beiden erstgenannten gleich mit guter Ausstattung daher, und vor allem dunklem Interior! Schon wieder 6 Uhr, wieder alles zu.

Am nächsten Tag hatten dann die Händler bis 9 auf, also nun muss es doch klappen!

Als erstes zum Hyundai-Händler, leider machen die keine 2-Jahresleases 😦 Und keiner gibt mir mit meinem Vertrag / Visa das nur noch weniger als 3 Jahre läuft ein längeres Lease. Also als nächstes zu Subaru, die haben zwar theoretisch einen Tribeca mit 3 Reihen, aber der verkauft sich so schlecht, daß sie keinen da haben und auch keinen mehr kriegen. Na das geht ja zumindest schneller als die vergangenen 2 Tage.

Also ab zu Honda, dort gibt es ja den Pilot und den Odyssey (Van). Für den Pilot gibt es aber kein Leaseprogramm, bleibt noch der Odyssey. Den könnte man mit 3000$ Anzahlung für ca. 350 leasen. Den gibts aber auch nur mit hellem interior in der Basisvariante. Ausserdem brachte er dann zur Sprache dass es ein Problem mit meiner Kredithistorie bzw. meinem Visa geben könnte. Ich müsste zwar mitlerweile eine haben, allerdings nur sehr begrenzten Kredit, da ich ja nur ne Kreditkarte mit ganz kleinem Limit bisher habe 😦 Und das könnte im extemfall bis zu 150$ mehr pro Monat bedeuten!

Also nochmal zu Toyota und Chrysler (meinen bisherigen Favoriten) gegangen und nachgefragt wie das denn sei, und dann habe ich nochmal eine ganze Liste an Unterlagen die sie benötigen bekommen.

Zum Abschluss bin ich noch zu Ford gegangen. Dort gibt es den Flex und den Explorer. Der Flex ist so groß wie ein Van hat aber keine Schiebetüren… Ford will aber für Visa-Leute 20% vom Fahrzeugwert als Anzahlung haben, also 7000$ bzw 7500$!!! Dafür ist die Leasingrate dann aber auch nur 180$ bzw 130$. Gaaanz toll.

Nachdem ich nun die ganzen Zahlen gesammelt habe, sind wir dann am Freitag die Fords probegefahren. Aber gefallen haben die uns nicht. Die haben ein dunkles Interior, allerdings ist auch der Himmel und die A-Säule schwarz. Und das macht das Auto innen sowas von dunkel und bedrückend, das hat keinen Spaß gemacht. Der Flex insgesamt übersichtlicher weil die Frontscheibe höher ist und nicht in so einem flachen Winkel. Aber das war kein Auto dass wir gerne fahren wollen würden.

Am Samstag hatte Adrian dann eine Geburtstagseinladung, zufällig in der Nähe der anderen Autohäuser, und so haben wir ihn dort abgeladen und sind dann zu den Autohändlern gefahren.

Zuerst zu Toyota. Der Händler hat uns erstmal in die Limited Edition reingesetzt zum Probefahren. Ist ja der gleiche Motor 😉 Verkäufer halt. Der fuhr sich ganz gut für die Größe, ausserdem hat er auch eine Rückfahrkamera. Allerdings ist der Bildschirm dafür in der Basisaustattung nur halb so groß wie der von meinem iPhone, während in der Limited natürlich ein iPad-großes Touchscreenradio verbaut ist. Leider kann man in dem Fahrzeug die zweite Sitzreihe nicht ebenerdig versenken wie zum Beispiel im Mazda 5. Ausserdem die grauen/beigen Sitze, *würg*. Wir haben uns auch in die Basisversion hineingesetzt um zu sehen was uns da erwartet. Die nächsthöhere Variante kostet auch schonmal 50$ mehr im Monat. Dieser Van ist aber der einzige der mit Allrad erhältlich wäre (Optional), was bei den Wintern hier schon ein Vorteil ist.

Dann gings zum Chrysler Händler, und wir haben uns ausgiebig den Town&Country in der mittleren Ausstattungsvariante angesehen im „Showroom“, der hat sogar BSD und RCTA aber nicht unser Conti-Radar 😦 Den sind wir dann auch in der Basisvariante probegefahren und haben damit gleich Adrian von der Geburtstagsfeier abgeholt. Der hat nicht schlecht geschaut 😉 Mandy meinte der T&C beschleunigt langsamer als der Toyota, was ihr nicht gefiel, aber dafür hat er schwarze Sitze und helles Dach im Innenraum. Und er hat jede Menge Extras auch schon in der Basisvariante. Ausserdem verschwinden die 2. und 3. Sitzreihe komplett im Fahrzeugboden, sogar unabhängig voneinander. Das Ding ist ein echtes Raumwunder (ist aber auch der Größte von allen Fahrzeugen).

Zu guter Letzt sind wir noch zu Nissan und haben den Quest probegefahren mit seinen Stahlfelgen samt Radkappen. Die Iso-Fix-Befestigungen waren so schlecht erreichbar, ich habe geschlagene 5 Minuten gebraucht um die Sitze einzubauen, dicker Minuspunkt! Auch die Rücksitze liessen sich nicht ebenerdig versenken. Beim Anfahren teilte mir Mandy dann mit, daß dieser Wagen am besten beschleunigt.

Racingbraut, he? Ich entdecke immer neue Seiten an meiner Frau 😀 Das war aber auch das einzig Positive am Quest.

Somit blieb am Ende die Qual der Wahl: Toyota Sienna, Chrysler Town & Country, oder Dodge Journey.

Nach einem Wochenende mit vielen Plus- und Minus-Listen, gab es dann den Auschlag für den Town & Country.

Also habe ich gestern den Leasingantrag ausgefüllt, alle meine Unterlagen zusammengesucht, und mir einen weissen T&C in der mittleren Ausstattungsvariante ausgesucht mit Extra beheizten Sitzen (was komischerweise keiner der Vans als Standard hat in den unteren Varianten).

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Bin ja mal gespannt ob sie uns diesmal annehmen, nicht wie beim letzten mal, und wieviel das Auto dann wirklich kostet. Das jetzige Angebot steht bei 3250$ Anzahlung und 286$ monatlich.

So viel dazu, ich hoffe mein nächste Update kommt nicht erst wieder in 3 Monaten 😉 Die letzten Monate waren einfach ein bisschen verrückt. Wir hatten in den vergangenen 2 Wochen eine große Technologieshow in der wir unseren zukünftigen Produkte vorgestellt haben auf einer Teststrecke und dazu je einen Automobilhersteller einen ganzen Tag lang bis zu 18 Produkte vorstellen. Und ich durfte dort mein Projekt vorstellen (in der ersten Woche Persönlich, die zweite übernahm dann ein Kollge). Das ganze fand oben in der Upper Peninsula statt, also auf der Halbinsel zwischen dem Lake Huron und Lake Superior nahe der Kanadischen Grenze statt. Da war es nochmal 10° kälter als im ohnehin schon kalten Süden Michigans.

Brimley

Ab hier folgt Technikkauderwelsch, wens nicht interessiert einfach nach unten scrollen 😉

Dummerweise basiert dieses neue Feature auf einem neuen Sensor, und die erste lauffähige Version davon haben wir erst zum Nikolaus bekommen, und dann konnte ich anfangen die ersten Daten aufzuzeichnen, meine Algorithmen aus Matlab in C Code portieren und das ganze zumindest auf dem PC nachsimulieren. Da ich keine SW für den Sensor hatte die mein neues Feature unterstützt war mein Worst-Case-Plan das ganze einfach per Online-Simulation im Auto zu zeigen. Und meine Hoffnung war, daß ich das bis zur Demo auch schon embedded auf dem Sensor zeigen kann ohne Onlinesimulation.

Für mein Feature muss ich Daten zwischen 2 Sensoren hin- und herschicken, und das machen wir über CAN. Jedoch hatte das Basisbetriebssystem nur eine sehr rudimentäre CAN Implementierung, ich fand zwar eine Botschaft die ich missbrauchen konnte, allerdings wurde diese nicht versendet. Nachdem ich das Versenden der Botschaft hingekriegt hatte musste ich die Botschaft noch mit meinen Daten befüllen. Auch das funktionierte irgendwann, und ich sah meine Botschaft auf dem CAN-Bus. Dummerweise interessierte das den anderen Sensor nicht, das Empfangen der Botschaft war nämlich auch nicht Inhalt des Basisbetriebsystems. Boah. Glück im Unglück: Das Betriebsystem in meinem Kundenprojekt war gerade kurz davor lauffähig zu werden und so habe ich den ganzen Betriebssystems-Software (SW) Prozess ein wenig beschleunigt, im Gegenzug für frühzeitige Integrationstest der SW im Fahrzeug, Win-Win. Dort im Kundenprojekt hatte man sich nämlich schon um das senden und empfangen ein von ein paar mehr Botschaften gekümmert, und war somit theoretisch zumindest, besser für mich geeignet. Natürlich musste ich jetzt meinen Code wieder portieren, und auch das befüllen der Botschaften musste ich wieder neu einbauen, weil alles etwas anders funktioniert in der Basis als im Kundenprojekt. Irgendwann hatte ich dann aber tatsächlich was lauffähiges und konnte tatsächlich 2 Wochen vor der Technologieshow meine Botschaften übertragen und empfangen. YEAH! Dann mussten natürlich noch die ganzen Bugs beseitigt werden und die eigentliche Funktion weitergeschrieben werden. Und so durfte ich und unsere neue Mitarbeiterin erstmal ein paar Stunden Daten labeln, damit ich vernünftig entwickeln konnte und überhaupt was zum Testen hatte. Meine Kinder hatte ich die letzten 2 Wochen vor der TechShow eigentlich nur morgens und am Wochenende zu Gesicht bekommen.

Und natürlich gab es 2 Arbeitstage vor Abfahrt noch einen richtigen Supergau, daß wir genau mit dem Setup, daß wir vorstellen wollten komplett unerwartete Ergebnisse erzielten. Also hatte ich schnell noch eine zweite Logik eingebaut, die ich bisher nur ansatzweise untersucht hatte, und die schien auch auf Anhieb gut zu funktionieren. Bis ein paar Tests zeigten, dass es eine Kopplung mit den Umgebungsbedingungen (Straßenverhältnisse) gibt die so von mir befürchtet aber bisher nicht entdeckt worden war. Also mussten wir last-minute das Setup ändern, aber diese Änderung hat dann erwartungsgemäß funktioniert. Samstag fuhr ich dann mit 3 Kollegen schonmal auf die Teststrecke um vor Ort nochmal zu testen damit wir keine bösen Überraschungen erleben würden, oder falls doch, zumindest noch Zeit zum reagieren hatten.

Und wie das nunmal so ist, fanden wir natürlich dort am Sonntag wieder unerwartete Nebenwirkungen der Verhältnisse auf dem (Winter-) Testgelände. Also wieder Lastminute-Funktions-Änderungen.

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Ab Montag als die erste interne Demonstration vor Continental-Leuten war klappte dann alles ziemlich gut, und auf bei den Kundendemonstrationen gab es durchweg gutes Feedback! Zwischendurch gab es natürlich mehrere nahezu Herzstillstände weil Testequipment 5 Minuten vor der Demo plötzlich den Geist aufgab, aber zum Glück waren wir auf (fast) alles vorbereitet und konnten nahezu Reibungslos alles vorstellen. Zwischenzeitlich hatten ein Kollege und ich noch eine Nachtschicht eingeschoben für ein paar Verbesserungsideen und dazugehörige Tests, die wir dann leider nicht zeigen durften 😦

Naja was solls, die Demo ist vorbei, wurde von allen Teilnehmern für sehr gut befunden, und jetzt habe ich wieder (zumindest theoretisch) mehr Zeit für die Familie und konnte letzte Woche sogar Adrian mit von der Schule abholen.

 

/TechnikBlaBla_OFF

 

Also jetzt verabschiede ich mich aber,

mit sommerzeitlichen Grüßen,

Euer Steven

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