Halloween

Halloween, der wohl meistgeliebte Feiertag (nur getoppt von Weihnachten) aller kleinen und grossen Amerikaner und wir mittendrin 😉

Seit einigen Wochen sind hier schon die Häuser und Vorgärten mit Kürbissen, Strohballen, Vogelscheuchen, Gespenstern, Hexen und anderen Grusligkeiten geschmückt. Manches recht niedlich, manches echt gruselig und vieles mit Herzblut.

Quer durch die Stadt, den Schulen, Kindergärten und sogar bei Conti, gab es Kostümparaden und „Trick or Treats“ . Bei Bedarf konntest du mit deinen Kids die ganze Woche von Veranstaltung zu Veranstaltung pendeln und Süßes sammeln…mmmh, da freut sich der Zahnarzt; )

Na dann….stürzen wir uns mal ins Vergnügen!

Begonnen haben wir vor einer Woche (zum Warmwerden) im PeeWeePatch beim „Trunk or Treat“. Und das sieht so aus…beim „Trunk or Treat“ schmücken alle ihren Kofferraum (Trunk) und die Kinder gehen von Auto zu Auto um sich Süsses abzuholen. Klingt erstmal recht befremdlich..aber die Kinder hatten echt Spaß dabei. Unser (zugegeben sehr gruselig schmutziges) Auto hatten wir mit selbstgebastelten bunten Spinnen und Spinnweben-Watte geschmückt. Und waren gespannt, was die anderen Eltern so zu bieten hatte. Und einige hatten waren echt originell…naja…sind ja schließlich sind s ja auch Profis.

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Und auf die Plätze, fertig…Süßes! Und natürlich waren unsere Aufgaben hier gerecht verteilt. Während wir Großen die Süssigkeiten verteilt haben, haben unsere Zwerge gleichzeitig jede Menge eingesammelt:

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Am 31. wurde nicht nur in Olivias Kindergarten eine kleine Feier gemacht, sondern auch in Adrians Klasse. Eigens dafür gab es ein Eltern-Party-Komitee, welches sich um die Spiele, die Snacks und alle Vorbereitungen kümmerte. Und natürlich..als gute Mama meldest du dich zum Helfen an ; )  Meine Aufgabe bestand darin, aus handelsüblichen Flaschen (passend zum Halloweenthema) kleine Bowlingkegel zu zaubern…und voila‘ …das ist dabei raus gekommen.

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Ziemlich gruselig oder?

Und was darf an Halloween natürlich nicht fehlen… geschnitzte Kürbisse! Adrian und ich waren am HalloweenAbend noch ziemlich fleißig bei der Sache. Mussten wir doch irgendwie sinnvoll die Zeit bis zum Start unseres ersten Trick or Treats durch unsere Nachbarschaft überbrücken.

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Leider regnete es den gesamten Tag, teilweise sogar richtig stark. In unserer Subdivision sollte eigentlich um 17Uhr die Halloweenparade starten, wurde aber wegen des Regens abgesagt. Und auch die Halloweenparade der Schule fand nicht wie geplant UM die Schule statt, sondern wurde IN die Turnhalle verlegt. Und das sah dann so aus:

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Als es langsam dunkler wurde, kamen trotz des Regens auch schon die ersten Kinder zu uns zum „Trick or Treat!“.

Bei den Kostümen war wirklich alles vetreten, von Ironman, Spiderman, Hulk, Ninja-Turtles, Pikachu, Super Mario, über Footballspieler, Prinzessinnen, Soldaten, Amokläufern bis zum Sensenmann persönlich (mit Sense) war alles dabei. Mandy hatte extra große Süssigkeitenpakete gekauft um den erwarteten Ansturm bewältigen zu können. Nur zum besseren Verständnis…die Halloween-Pakete haben je einen Inhalt von 130-250 Stück an Candy.   Und davon hatten wir insgesamt 4!

Nachdem unser Kürbis fertig war und es draußen auch schon dunkel wurde, haben wir die Kinder wasserdicht in ihre Kostüme gesteckt (Adrian wieder als Ritter und Olivia als Marienkäfer) und los gings, hinaus in den Regen. Ich war übrigens mit den Kindern alleine unterwegs, und Mandy durfte zu Hause Süssigkeiten an die Kinder verteilen ; )

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Mit Taschenlampe bewaffnet (denn es gibt hier, wie in den meisten Wohngegenden a) keine Fußwege und b) keine Straßenbeleuchtung) starteten wir unsere Tour gleich beim übernächsten Haus. Und Olivia wollte direkt nach dem Trick or Treat hineinstiefeln. Sie dachte wahrscheinlich wir gehen zu Besuch dorthin 😉 Die beiden Rentner aus Nord!-Korea haben sich köstlich amüsiert über unsere kleine Ninja.

Auf diesem Foto von einem gruselig geschmückten Haus kann man gut die Regentropfen erkennen die im Blitzlicht reflektieren:

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Einige Häuser waren echt verdammt gut geschmückt, hier nur ein paar Beispiele von einem Haus das mir besonders gut gefallen hat:

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Und nun für Halloween-Laien die Grundregel des Trick or Treats (hier ist es das genaue Gegenteil von Halloween in Lindau):

In Lindau muss man nach Häusern ausschau halten, die bei Halloween mitmachen. Diese sind daran zu erkennen, daß dort Kürbisse oder andere Dekoration vor der Türe steht. Hier ist es so, daß man die Häuser suchen muss, die keine Süssigkeiten verteilen. Diese haben für gewöhnlich die Lichter auf der Veranda abgeschaltet. Und das waren nicht sehr viele….somit füllten sich die Beutel unserer beiden Beutelratten ziemlich schnell, und ich habe zwischendrin die Süssigkeiten in meinen Beutel umgefüllt, damit die beiden neuen Platz haben, und nicht so schwer schleppen mussten.

Abpropos schwer zu schleppen. Da es schon recht spät war, war Olivia natürlich vom Tage bereits ziemlich KO, und ich durfte Sie fast die ganze Zeit tragen. Zugegeben, so ganz uneigennützig war das nicht, bei Ihrem Tempo wären wir sonst  noch Stunden draussen im Rege unterwegs gewesen.

Sogar Adrian war nach der Hälfte der Strecke fertig und wollte nach Hause. Dummerweise waren wir gerade in einer Straße, die in einem kreisförmigen Bogen verläuft und da gab es keine Abkürzung, wir mussten also die zweite Hälfte trotzdem laufen. Zumindest haben wir nicht mehr an jedem Haus angehalten für Süsses.

Zu der Zeit beneidete ich die Amis, die ihre Kinder mit dem Auto von Haus zu Haus fuhren…

Aber schlussendlich, und mit ein wenig frischer Energie durch zahlreiche Süssigkeiten die den Gewaltmarsch leider nicht überlebten, schafften wir es dann doch, und kamen wieder wohlbehalten zu Hause an.

Nur damit uns Mama sagen konnte, dass nach uns fast überhaupt keine Kinder mehr an unserem Haus waren.

Na toll. Da hätte die Mama ja auch mitkommen können…Egal…schnell die durchnässten Kostüme abgestreift und noch ein wenig Süsses genascht, und dann gings ab ins Bett.

Von unseren gekauften 4 Riesenbeuteln hatten wir noch haufenweise übrig. Die Reste werden wir morgen in der Schule spenden. Die werden dann an Soldaten im Ausland verschickt, wir mir Mandy mitteilte…

Unsere Kinder hatten jedenfalls viel Spaß, trotz der Anstrengungen. Und jetzt haben sie auch auf unabsehbare Zeit was zum Naschen 😉

Mal sehen wie lange das Zeug hält 😉

Somit verabschiedet sich mit schaurigen Grüßen,

euer Steven

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